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Praxisberichte

Schlammtrocknung mit GKD

Ausgeklügelte Prozessbandtechnologie steigert Effizienz

Seit 2003 ist in der Schweiz die Verbringung von kommunalem Klärschlamm auf landwirtschaftlich genutzten Flächen verboten. Grund: Schadstoffe, die sich möglicherweise im Boden anreichern und auf die angebauten Pflanzen übertragen, sind zu einem unkalkulierten Risiko geworden. Auch im Rest Europas ist dieses Verbot auf dem Vormarsch.
Die vermehrten Umweltschutzauflagen und das gestiegene Umweltbewusstsein der Öffentlichkeit fordern deshalb alternative Entsorgungsmöglichkeiten von kommunalem Klärschlamm. Besonders die thermische Verwertung, das heißt die Trocknung, Verbrennung oder Mitverbrennung von kommunalem Klärschlamm wird zunehmend als nachhaltige und damit attraktive Lösung anerkannt. Schlamm ist vor allem aufgrund seines Heizwertes attraktiv: Voll getrockneter Schlamm (90% Trockenanteil) hat einen ähnlichen Heizwert wie Braunkohle (ca. 11.000 KJ/kg) und eignet sich gut für die Verwendung als Sekundärbrennstoff in Kohlekraftwerken, Müllverbrennungsanlagen oder als Zusatzbrennstoff in Zement- oder Ziegelfabriken.
Andritz mit Hauptsitz in Graz, Österreich hat schon früh auf die wachsenden Ansprüche bei der Schlammverwertung reagiert und mit innovativen Technologien zur Schlammtrocknung Antwort auf die Anforderungen gegeben. Denn getrocknet und behandelt stellt Schlamm ein wertvolles Produkt dar, das sich leicht und gefahrlos handhaben und lagern lässt oder problemlos entsorgt und verwertet werden kann. Andritz ist Marktführer auf den Gebieten der Schlammbehandlungs- und Trocknungsanlagen.

Vom Abfall zum Wertstoff
Um Schlamm zu einem solch wertvollen Produkt zu machen, muss er einer speziellen Behandlung unterzogen werden. Andritz bietet dazu Technologien wie Trommel- und Wirbelschichttrockner sowie Bandtrocknungsanlagen zur Schlammtrocknung an.
In der Bandtrocknungsanlage wird auf einem Prozessband der nasse Schlamm in einer Schicht von 4-20 cm zunächst gleichmäßig verteilt. Das Band bewegt sich unter permanenter Heißluftzufuhr langsam vorwärts. Hierbei wird die Schlammschicht von 100 – 150 Grad heißer Trocknungsluft langsam aufgeheizt, so dass das darin befindliche Wasser verdampft und mit der abströmenden Luft ausgetragen wird.

GKD-Band als Herzstück
Herzstück der Andritz-Bandtrocknungsanlagen sind Prozessbänder der GKD – GEBR. KUFFERATH AG in Düren. Die speziellen Anforderungen, die an das Gewebe einer Bandtrocknungsanlage gestellt werden, werden von den GKD-Produkten optimal erfüllt. Das Bandgewebe muss Dauertemperaturen von 200 Grad Celsius ohne merkbaren Schrumpf standhalten und einen PH-Bereich von 1 bis 14 abdecken. Von entscheidender Bedeutung ist auch die Festheit mit Abrasionsbeständigkeit, da der Schlamm scharfkantige Partikel enthalten kann. Nach erfolgreichen Tests bei Andritz fiel die Wahl schnell auf das für diese Anwendung speziell entwickelte GKD-Band PPS 5099.

Das Band ist aus robusten Monofilen gewebt und im Thermofixierverfahren verfestigt. Es findet sowohl als Pressband als auch als Trocknerband Verwendung. Das robuste Kunststoffgewebe hat eine Dicke von 2,20 mm und ein Gewicht von 1200 g/m2. Die glatte Gewebeoberfläche, die Öffnung von 510 µm und der Luftdurchlass von 700 cfm gewährleisten einen optimalen Trocknungsprozess des Schlamms. Durch die stabile Gewebekonstruktion hält das Band selbst extrem hohen Flächenbelastungen stand. Die Köperbindung ermöglicht zudem eine sehr gute Produktauflage und gleichzeitig eine sehr gute Reinigung.

Das Prozessband fungiert jedoch nicht nur als Transport-, sondern gleichzeitig auch als Filtermedium. Da die Bandtrocknungsanlagen von Andritz im Unterdruck betrieben werden, kann der Staub, der durch die Trocknung von oben erzeugt wird, als gefilterte Abluft unter dem Band abgeführt werden. Der Geruch dieser Abluft ist wegen der geringen Trocknungstemperaturen ebenfalls besonders gering.

Einstige Spezialanfertigung als Standard etabliert
GKD entwickelte das Band speziell für die anspruchsvollen Anwendungen bei Andritz. Aufgrund der stetig wachsenden Anforderungen im Bereich der Schlammtrocknung konnte GKD diese einstige Spezialanfertigung mittlerweile als notwendigen Standard etablieren.“

Schlammverwertung
Durch den Einsatz des Klärschlamms als Alternativbrennstoff kann Primärenergie eingespart werden, was in der allgegenwärtigen Debatte um die Verringerung des CO2-Ausstosses ein wichtiges Argument darstellt. Zudem hat Andritz ein Verfahren entwickelt, in dem der getrocknete Schlamm wiederum als Brennstoff für die Erzeugung der im Trocknungsprozess notwendigen Wärme dient.

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