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16. Juli 2019

Sonnenschutzfassade: Einzigartige Leuchtturmarchitektur

Die Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) gilt als eine der weltbesten Universitäten, die in den letzten 50 Jahren gegründet wurden. Im internationalen Wettlauf mit anderen Elite-Universitäten setzt sie auf emblematische Leuchtturmarchitektur. Für den Ausbau des bestehenden Instituts für Maschinenbau (ME) und die Zusammenlegung mit dem noch jungen Zentrum für Neuroprothesen (CNP) wählte Dominique Perrault eine dreidimensionale Zickzack-Fassade aus 630 horizontal verschiebbaren Sonnenschutzelementen aus Metallgewebe von GKD – GEBR. KUFFERATH AG.

Auf 3.000 Quadratmetern bietet der Bau auf dem Campus der 1969 gegründeten EPFL Platz für hochmoderne Büros, Seminarräume und Laboratorien. Seine Fassade bekleiden 630 Paneele – jedes 1.100 x 3.600 Millimeter groß. Sie formen ein das gesamte viergeschossige Gebäude umspannendes, vertikal wie horizontal verlaufendes Zickzackmuster. Die abwechselnd oben oder unten ausgestellten Paneele bestehen aus naturfarben eloxiertem Aluminiumgewebe vom Typ Escale, das in einer stabilen Rahmenkonstruktion mit Hakenschrauben befestigt wurde. Jeweils zwei der in Dreiergruppen angeordneten Paneele sind motorisiert und fahren auf Schienen teleskopartig hinter das feststehende Element. Die Komplexität der Fassadengeometrie und das Format der Einzelelemente stellen hohe Anforderungen an das Tragwerk. Dennoch verzichtete Perrault auf rückwertige Verankerungen, sodass seine Rahmenkonstruktion die gesamten Kräfte von Rahmen und Gewebe aufnimmt. Durch die unmittelbare Nähe zum Genfer See mussten dabei auch erhöhte Wind- und Schneelasten sowie Totalvereisung berücksichtigt werden. Zur Verifizierung der anspruchsvollen Statikplanung wurden drei Prototypen der Elemente ein Jahr lang den realen Bedingungen ausgesetzt. Die Paneele sind raumweise und flexibel auf die jeweilige Nutzung als Büro, Vorlesungssaal oder Labor und die Jahreszeit einstellbar und erfüllen so Kernkriterien der anspruchsvollen Nachhaltigkeitsanforderungen. Die sieben Millimeter breiten und 150 Millimeter langen Spiralen reflektieren das Sonnenlicht intensiv und verleihen den großformatigen Fassadenelementen optische Leichtigkeit. Das macht sie zum idealen Ausdrucksmittel der gestalterischen Intention Perraults, Gebäude ohne sichtbare Mauern zu konstruieren.

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