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Glossar

A

Abgabe

Das Material, das einen Filter verlässt, z.B. Filtrat oder Filterkuchen.

Abrieb

Abnutzung durch Scheuern oder Reibung. Führt zu ungewollten feinen Partikeln und einem langsamen Verlust an Oberflächenmaterial.

Absolute Porengröße

Die Porengröße, welche Partikel der gleichen oder größeren Größe mit einer Effizienz von 100% zurückhält.

Absoluter Filterabscheidegrad

Gibt die Größe an, über der keine Partikel mehr im Filtrat gemessen werden können.

AC Coarse Test Dust (ACCTD)AC Fine Test Dust (ACFTD)

siehe Arizona Test Staub

Agglomerate

Ein Bündel von Partikeln, die mit mehr oder weniger viel Kraft zusammenhalten. Der Aufbau von Agglomeraten nennt man agglomeration.

Alterung

Ein Prozess der, durch das Alter der Suspension, den Filterkuchenwiderstand und die Filtrationsrate beeinflusst.

Anschwemmung

Bei der Kuchenfiltration kann diese in der Anfangsphase, wenn noch kein Kuchen gebildet wurde, auftreten. So kommt es zu Partikeln im Filtrat, die im Normalbetrieb herausgefiltert würden. Es hört auf, sobald sich ein Kuchen gebildet hat.

Anzahlverteilung

Die relative Häufigkeitsverteilung bezogen auf die Anzahl in einer Größenverteilung. Kann auch als kummulativer Graph dargestellt werden.

Arizona Teststaub

Genormter Teststaub, der den natürlichen Staub aus Arizona repräsentiert. Normalerweise AC Feinteststaub (ACFTD) und AC Grobteststaub (ACCTD) genannt. Diese Standarts wurden duch neuere Normen, wie z.B. ISO, ASHRAE etc, ersetzt.

Ausflockung

Ein Vorgang, bei dem Partikel durch Adhäsion bei Kontakt größere Bündel formen.Auch bekannt als Agglomeration, Aggregation, Koagulation oder Koaleszenz.

Auslaufseite

Die Seite eines Filters, an dem das Filtrat austritt, oder ein Punkt unterhalb des Austrittspunkts.

B

Bandfilter

Ein Endlosband aus Gewebe für einen kontinuierlichen Filtrationsprozess.

Bandpresse

Bandpressen bestehen aus zwei endlosen, stramm gespannten Filterbändern. Die Einspeisung wird am offenen Ende eingeführt und durch die sich sukzessiv annähernden Bänder transportiert, wodurch die Flüssigkeit aus dem Feststoffanteil herausgepresst wird.

Bandreinigung

Eine Reinigungsmethode, um Filterkuchen von einem Rotationstrommelfilter zu entfernen.

Bandsteuerung

Ein elektrisches oder pneumatisches System, das das Gewebe eines Bandfilters in einer zentralen Position hält.

Beladung

Das Gewicht pro Fläche von abgeschiedenen Partikeln auf der Oberfläche eines Filters.

Bimodal

siehe Mittlere Partikelgröße

Blockierungsdruck

Der Blockierungsdruck beschreibt den Punkt, an dem ein Filter gewechselt werden muss, weil gefilterte Partikel einen Druckverlust erzeugen, der als überhöht angesehen wird.

Brückenbildung

Beim Kuchenaufbau formen Partikel einen Bogen über den Poren. Verstärkt wird dieser Effekt durch hohe Partikelkonzentration in der Einspeisung. Die Partikelgröße hat bei hohen Konzentrationen kaum Einfluss. Solange die Fliessrichtung konstant bleibt, sind die Brücken relativ stabil.

Bubble Point

Der Differenzdruck, der benötigt wird, um die erste Blase durch ein mit Flüssigkeit benetztes Filtermedium zu drücken. Siehe auch Porometer.

C

Challenge Test

Ein Test, um den Cut Point eines Filtermediums zu bestimmen. Partikel bekannter Größe und Verteilung werden durch einen Filter geschickt und die durchgelassenen Partikel werden vermessen.

Coulter Counter

Ein Partikelzähler der Firma Beckman Coulter. Er zählt Partikel in einem Elektrolyt und misst deren Volumen durch Messung der Änderung der elektrischen Leitfähigkeit des Elektrolyts, die sich durch Verdrängung des Elektrolyts aus einer Kapillare, durch die das Partikel gesaugt wird, entsteht.

D

Darcy

Einheit der Durchlässigkeit. 1 m² = 1,013×1012 Darcy.

Dauerbiegeermüdung

Eine Versagensart für Fasern, bei der wiederholte zyklische Belastung zum Bruch führt. Dieser Prozess wird durch die Belastung und die chemische und physikalische Umgebung beeinflusst.

Decitex

Siehe Tex System

DIN Normen

Normen des DIN (Deutsches Institut für Normung)

Diskontinuierlicher Modus

DrainageoberflächeDrainagenetz

Eine Unterstützung des Filtermedium, das die Strömung nicht behindert, bzw. vorteilhaft ist.

Druchströmungsabfall

Die Reduzierung der Durchflussrate durch Verblockung oder Verstopfen des Filtermediums.

Druck

Eine physikalische Einheit, berechnet aus Kraft pro Flächeneinheit.SI Einheit des Drucks ist Pascal (Pa).

Druckfilter

Eine Filterklasse, die Druck als treibende Kraft oberhalb des Filtermediums benutzt, um eine Flüssigkeit durch ein Filtermedium zu drücken.

Druckverlust

Der Druckverlust in einer Flüssigkeit, die durch ein Hindernis fliesst, z.B. ein Filtermedium.

Durchbruch

Ein Vorgang, bei dem Partikel oder Gas durch einen schon geformten Filterkuchen treten, was meist dazu führt, dass Partikel ins Filtrat übertreten. Bei der Kuchenwaschung entspricht das dem Punkt, an dem die Waschflüssigkeit auf der Auslaufseite aus dem Filterkuchen austritt.

Durchbruchdruck

Der Minimaldruck, der benötigt wird, um die Reduzierung der Kuchensättigung zu beginnen. Es beschreibt den Moment, an dem Flüssigkeit anfängt, aus den Poren zu fliessen.

Durchflussmenge

Ein Maß an Massen- oder Volumenfluss pro Querschnittsfläche normal zur Strömungsrichtung.

Durchflussrate

Ein Maß, wie schnell Material durch ein System fließt. Normalerweise Massen- oder Volumenbasiert.

Durchflusswiderstand

Der Widerstand gegen einen Flüssigkeitsstrom, z.B. durch ein Filtermedium.

E

Effektive Fläche

Die Fläche, die dem Strom ausgesetzt ist und für die Filtration genutzt werden kann.

Einlaufseite

Describes the approaching fluid or flow before the filter.

Einspeisung

Das Material, das gefiltert werden muss und darum einem Filter zugeführt wird.

Elektrolyt

Eine Chemikalie, oft eine Flüssigkeit, die durch Ionisation leitfähig ist.

Emulsion

Eine Suspension zweier unmischbarer Flüssigkeiten, z.B. Wasser in Öl. Um es stabil zu halten, wird of ein Emulgator (Tensid) benötigt.

F

Falte

Eine Falte, die durch doppellagiges falten eines Materials entsteht. Falten führt zu einer größeren Filtrationsfläche in einem gegebenen Volumen. Ein gefalteter Filter wird aus einem einzigen Stück produziert.

FaltenunterstützungFaltenabstandshalter

Verhindert den Kollaps von gefalteten Filtern.

Fangmechanismen

Beschreibt die Art und Weise, wie Partikel aus der Einspeisung entfernt werden. Es gibt sieben bekannte Methoden: Diffusion, Sedimentation, Klemmen, Abfangen, Trägheitseinschlag, elektrostatische Interaktion und hydrodynamische Interaktion.

Faser

Monofilament oder Filamentgarn, das als Ausgangsmaterial in der Textilindustrie benutzt wird.

Filament

Eine einzelne, durchgängige Faser, welche tausende von Metern lang sein kann, ohne ein einiges Mal unterbrochen zu werden, im Gegensatz zu Stapelfasern wie z.B. Baumwolle.

Filter

Apparatur, mit der eine Filtration durchgeführt werden kann. Besteht aus dem Filtermedium und einem Filterhalter. Manchmal wird das Filtermedium auch als Filter bezeichnet.

Filterbett

Eine Schicht aus Partikeln, körniges Medium oder Fasern, durch die eine Filtration erfolgen kann.

Filterkerze

Ein zylindrisches Filterelement, bei dem die Fitlration von der Aussen- zur Innenseite erfolgt. Filterkuchen entsteht auf der Aussenseite und kann durch unterschiedlichste Arten entfernt werden.

Filterkuchen

Das Aufeinanderschichten von Partikeln auf dem Filtermedium währen der Filtration.

Filtermedium

Jedes durchlässige Material, auf dem, oder in dem feste Partikel abgeschieden werden können. Der Plural ist Filtermedien. Filtermedien können gewebt, nicht gewebt (non-woven), Membrane oder eine Packungssole (z.B. Sand) sein.

FiltermediumwiderstandInterferenzwiderstand

Der Widerstand des Filtermediums. Der Widerstand kann sich während der Filtration ändern. Sollte das Filtermedium wiederbenutzt werden, stabilisiert sich der Widerstand gewöhnlich nach ein paar Zyklen.

Filterplatte

Ein Filter in der Form eines dünnen Blattes, welches horizontal oder vertikal montiert werden kann.

Filterscheibe

Ein flaches Filterelement, das ein Filtermedium enthällt.

Filtrat

Die Flüssigkeit, die aus einem Filter austritt, aus der Partikel entfernt wurden.

Filtration

Der Prozess, Festkörper aus einer Flüssigkeit zu entfernen.

Filtrationseffizienz

Die quantitative Messung der Effektivität eines Filters. Normalerweise angegeben als Prozentanteil der Partikel einer bestimmten Größe, die vom Filter zurückgehalten wurde.

G

Galvanic Corrosion

Galvanic corrosion occurs when two connected different metals are subject to an electrolyte. Due to the electrochemical reaction, the less noble metal will then corrode.

GeoDict

Geometric material designer & material property preDictorEine Software, um virtuelle Filtermedien zu generieren und deren Eigenschaften vorherzusagen. Dazu wird die CFD Methode angewandt, um z.B. Druckverlust oder Porengröße zu berechnen.

Geometrische Porengröße

Eine Methode, um die maximale Porengröße eines Gewebes, unter Eingabe einiger Basisparameter zu berechnen. Die Formeln basieren auf den AVIF Projecten A224 und A251, durchgeführt an der Universität Stuttgart.

Gewebe

Ein Begriff für gewebtes Drahtmedium.

Gewebenummer

Anzahl an Öffnungen pro Inch oder pro Zentimeter. Manchmal werden veraltete Einheiten wie „pro Rheinisch“ oder „pro Französisch“ benutzt.

Glaskugeln

Kleine kugelförmige Glaskugeln, die für Filtrationstests eingesetzt werden.

Größenbestimmung

Der Vorgang des Messens der Größe oder Größenverteilung.

Größenklasse

Der Teil eines Systems aus Partikeln, das durch zwei Größen begrenzt wird.

H

Häufigkeitsgrößenverteilung

Eine Darstellung der Größenverteilung in einer Probe. Die Menge von z.B. Partikeln in einem Größenintervall über deren Größe wird dargestellt. Wenn der Graph alle Größen vom Minimum bis zum Maximum der vertretenden Größen enthält, wird er Häufigkeitsgrößenverteilung genannt.

HEPA

HEPA Filter sind normalerweise Wegwerfmedien zur Luftfiltration. HEPA Filter sind in den Normen DIN EN 779 und EN 1822-1:1998 beschrieben.

Heterodispers

Partikel, die einen Bereich an Größen enthalten.Das gleiche wie Polydispers.

Horizontalbandfilter

Ein Vakuumfilter mit einem endlosen Gewebe, das auf einem Unterstützungsband liegt. Gewebe und Band bewegen sich kontinuierlich um zwei Walzen und über mehrere Absaugungen.

Hydrophil

"Wasserliebend"Gegenteil von Hydrophob

Hydrophob

"Wasserabweisend"Gegenteil von Hydrophil

Hygroskopisch

Die Fähigkeit einer Substanz, Wasser anzuziehen und festzuhalten.

I

Interkristalline Korrosion

Eine Korrosionsform, die an den Korngrenzen einzelner Körner innerhalb eines Metalles ansetzt. Sie kann durch geeignete chemische Zusammensetzung und durch Wärmebehandlung vermieden werden.

K

Kalandrieren

Eine Oberflächenbehandlung eines Filtergewebes, bei dem das Gewebe durch unter Druck stehende, beheizte Walzen geführt wird. Kann sowohl für Kunststoff-, als auch für Metallgewebe angewandt werden.

Kapillardruck

Der Differenzdruck über die Grenzschicht zweier unmischbarer Phasen, die den Hohlraum eines Filters belegen.

Klasseneffizienz

Filtermedien zeigen verschiedene Effektivitäten bei verschiedenen Partikelgröß?en. Diese Effektivitätsvariation nenn man Klasseneffizienz. Ein Graph der Filtrationseffizienzen über den Partikelgrößen nennt man „Klasseneffizienzkurve“.

Konstantdruckfiltration

Kuchenfiltration mit konstantem Gesamtdruck. Da Kuchenbildung einen steigenden Differenzdruck zur Folge hat, sinkt die Durchflussrate im Laufe der Filterzeit.

Konstantflussfiltration

Kuchenfiltration mit konstanter Durchflussrate. Die Kuchenbildung führt im Laufe der Filtration zu immer höherem Druck im System.

Kontaktwinkel

Der Winkel zwischen einem Tropfen und einer festen Oberfläche. Hydrophile Oberflächen führen zu einem Kontaktwinkel nahe Null, hydrophobe Oberflächen zeigen Winkel über 90°.

Konzentration

Die Masse einer Phase pro Volumen einer Mischung. Es gibt mehrere Wege, eine Konzentration anzugeben: Massenanteil (Feststoffmasse zu Gesamtmasse), Massenverhältnis (Feststoffmasse zu Flüssigkeitsmasse), Hohlraumverhältnis (Hohlraumvolumen zu Feststoffvolumen), Volumenanteil (Feststoffvolumen zu Totalvolumen), Volumenverhältnis (Feststoffvolumen zu Flüssigkeitsvolumen). Einheiten wie ppm, ppb sollten wegen Mehrdeutigkeiten vermieden werden.

Korn

Ein alternativer Begriff für Partikel. Normalerweise einer, der mit bloßem Auge erkennbar ist.

Kuchendicke

Die Dicke eines Filterkuches während der Filtration.

Kuchenentfeuchtung

Reduzierung des Flüssigkeitsanteil in einem Filterkuchen, normalerweise durch Vakuum oder Druckluft durch den Kuchen, oder durch Komprimieren des Kuchens.

Kuchenfeutigkeitsgehalt

Das Verhältnis von Flüssigkeit im Kuchen zur Gesamtmasse des Kuchens.

Kuchenfilter

Ein Filter, der eine Schicht aus Partikeln (Kuchen) bildet, der mit der Filtrationszeit wächst.

Kuchenfiltration

Wird bei Einspeisungen mit hoher Konzentration benutzt, um einen Kuchen auf dem Filtermedium zu bilden. Die Filterung wird dann durch den Kuchen realisiert.

Kuchenkonzentration

Gibt die Menge an Feststoff in einem Filterkuchen an, normalerweise als Prozentangabe.

Kuchenrissbildung

Während der Kuchenentfeuchtung können die schwankenden Belastungen durch die Flüssigkeits-Gas-Grenzschicht zu Rissbildung im Kuchen führen. Kuchenrissbildung und das Entstehen von Kanälen haben einen negativen Effekt auf eine effektive Entfeuchtung oder Waschung.

Kuchenwachstumsrate

Die durchschnittliche Rate des Kuchenwachstums währen der Filtration.

Kuchenwaschung

Nachbehandlungsprozess, der lösliche Unreinheiten aus einem Filterkuchen wäscht, indem eine reine Waschflüssigkeit durch den Kuchen gepresst wird.

L

Lochfraßkorrosion

Wenn die passive Schutzschicht eines Metalls beschädigt wurde und nicht schneller nachgebildet werden kann als Korrosion auftritt, ist Lochfraß die Folge. Die Korrosionsgeschwindigkeit steigt dann stetig, bis im extremsten Fall ein durchgängiges Loch im Metall entsteht.

Luftrückspülung

Der Prozess, Druckluft durch ein Filtermedium zu zwingen. Ein umgekehrter Druckstoß? wird benutzt, um Filter zu reinigen, bzw Filterkuchen abzulösen.Siehe Rückblasen

Lyophil

Sich von Lösemittel angezogen fühlend (‚Lösemittel-liebend")Wenn das Lösemittel Wasser ist, wird der Ausdruck Hydrophil benutzt.Gegenteil von Lyophob.

Lyophob

Lösemittel abstoßend („Lösemittel-hassend“)Wenn das Löemittel Wasser ist, wird der Ausdruck Hydrophob benutzt.Gegenteil von Lyophil.

M

Manometerdruck

Druckwert, abgelesen an einem Manometer. Um den Absolutdruck zu erhalten, muss der Umgebungsdruck auf den Manometerdruck aufaddiert werden.

Maximale Porengröße

Durchmesser einer Pore, die durch eine Kapillare mit runder Querschittsfläche und dem gleichen Kapillardruck, repräsentiert wird.

Mischgarn

Zwei oder mehr verschiedene Fasern, die zu einem Garn verarbeitet werden.

Mittlere Durchflussporengröße

Porengrößeäquivalent der mittleren Durchflussrate

Mittlere Durchflussrate

Durchmesser der Pore, die den Volumenstrom durch alle Poren in zwei gleich große Hälften teilt.

Mittlere Partikelgröße

Falls nicht speziell dafür hergestellt bestehen alle Partikelsystem aus einer ganzen Reihe von Partikelgrößen. Diese Verteilung kann als Nummern-, Oberflächen-, Massen- oder Volumenverteilung angegeben werden. Der Mittelwert der Verteilung kann mit verschiedenen Methoden ermittelt werden. Die wichtigsten sind Modal-, Median- und (arithmetischer) Mittelwert.Modal – Die Partikelgröße, die am häufigsten in der Partikelverteilung vorkommt. Eine Verteilung kann mehr als einen Mode haben (Bimodal, Trimodal, etc.)Median – Die Partikelgröße, die die Verteilung in zwei gleich große Teile teilt, wobei 50% der Partikel kleiner als der Median und 50% größer sind.Mittelwert – Der am häufigsten gebrauchte statistische Mittelwert. Er ist die Summe aller Partikelgrößen geteilt durch die Gesamtanzahl der Partikel.

Modale Partikelgröße

siehe Mittlere Partikelgröße

Monodispers

Eine Dispersion, in der alle Partikel die gleiche Größe haben. Wird normalerweise angegeben, wenn 90% der Partikel innerhalb von ±10% des Mittelwerts liegen.

Monofilament

Eine einzelne, durchgehende Faser, normalerweise aus einem synthetischen Material.

Multifilament

Ein Garn, das aus mehreren verzwirnten Fasern besteht, normalerweise aus einem synthetischen Material.

N

Nasssiebung

Sieving with the aid of a liquid.Measuring the particle distribution usually leads to bigger particles passing the filter compared to a dry sieving of the same filter medium.

Newtonische Flüssigkeit

Eine Flüssigkeit, die Newton’s Gesetzt der Viskosität folgt. Sie zeigt eine lineare Proportionalität zwischen Scherkraft und Schergeschwindigkeit. Die Proportionalitätskonstante ist die Viskosität.

Nicht-Newtonische Flüssigkeit

Eine Flüssigkeit, dessen Viskosität sich mit der Schergeschwindigkeit ändert. Sie folgt nicht Newton’s Gesetzt der Viskosität.

Nominale Filterfeinheit

Auf Filtrationstests bezogener Wert, bei dem 90% (manchmal 95% oder 98%) der Partikelmasse durch einen Filter zurückgehalten werden. Von dieser Methode wird zu Gunsten der Absoluten Filterfeinheit abgeraten.

Nominale Porengröße

Die Porengröße, welche Partikel mit einer Effizienz kleiner als 100% zurückhält (typischerweise zwischen 90 und 98%)

O

Offene Fläche

Die Porenfläche eines Filtermediums. Normalerweise als Prozentangabe der Gesamtfläche angegeben.

Oleophil

Sich von Ölen angezogen fühlend („Öl-liebend“)Gegenteil von Oleophobisch

Oleophob

Öle abstoßend („Öl-hassend“)Gegenteil von Oleophil

OpenFOAM

Open Field Operation And Manipulation. Eine universelle Software zur Lösung von Strömungsproblemen mittels CFD Berechnung.

P

Partikelgröße

Der Wert der physikalischen Dimension eines Partikels. Solange der Partikel nicht kugelförmig ist, kann kein einzelner Wert angegeben werden. Für nicht kugelförmige Partikel muss die Messmethode angegeben werden.

Partikelgrößenanalyse

Der Vorgang des Messens der Partikelgröße oder der Größenverteilung von vielen Partikeln. Methoden beinhalten Mikroskopieren (z.B. optisch), elektrische Auswertung (z.B. Coulter Counter), Lichtbeugung, Lichtstreuung und Photonenkorrelationsspektroskopie (PKS).

Partikelgrößenverteilung

Eine Zahlentabelle oder eine Graphik, die die Häufigkeit von Partikeln eines gewählten Größenbereichs darstellt.

Partikelzähler

Ein Messgerät, das die Anzahl der Partikel in einer Flüssigkeit zählt.

Pitting Resistance Equivalent Number (PREN)

Eine Zahl, die die Beständigkeit eines Metalls gegen Lochfraßkorrosion angibt. Umso häher die Zahl, desto widerstandsfähiger ist das Metall. Die PREN berechnet sich aus den Anteilen der Legierung.PREN = %Cr + 3,3 * %Mo + 16 * %N

Polydispers

siehe Heterodispers

Pore

Ein Loch oder eine Aushöhlung in einem Körper.

Porendurchfluss

Ein Strömungstransportmechanismus durch ein poröses Material.

Porendurchflussgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit einer Flüssigkeit durch die Poren eines Filterkuchens.

Porengröße

Die Größe einer Pore in einem porösen Material. Die Größe und/oder Größenverteilung kann mit einem Porometer gemessen werden.

Porengrößenverteilung

Ähnlich einer Partikelgrößenverteilung beschreibt die Porengrößenverteilung die Verteilung der Poren von vorgegebener Größe. Dies beeinflusst die Leistungsfähigkeit einer Filtration, da das Verhältnis aus Porengröße zu Partikelgröße Verblocken und Brückenbildung beeinflusst. Kann mit einem Porometer gemessen werden.

Porometer

Ein Messgerät zur Bestimmung der Porengrößenverteilung.

Porosimeter

Ein Messgerät zur Bestimmung des Porenvolumens, und somit der Porösität eines Filtermediums. Wird häufig (fälschlicherweise) als Begriff für ein Porometer verwendet.

Porösität

Das Verhältnis von Leervolumen zum Gesamtvolumen eines Materials.

Primäre Partikelgröße

Die Größe eines einzelnen Partikels, z.B. vor der Agglomeration.

Q

Querstromfiltration

Um die Feststoffkonzentration in einer Flüssigkeit zu erhöhen wird die Lösung entlang der Oberfläche eines Filtermediums (normalerweise eine Membrane) geführt. Scherkräfte durch die Bewegung der Flüssigkeit verhindern den Aufbau eines Filterkuchens auf dem Filtermedium.

R

Resonanzfrequenz

Die Frequenz eines Systems, bei dem die größten Amplituden der Schwingung auftreten. Resonanz kann bei einem Filtermedium benutzt werden, um Kuchenbildung oder Fouling zu vermeiden.

Rest

Der Anteil eines Filterkuchens, der nach der Reinigung auf dem Filtermedium verbleibt. Manchmal auch Rückstand genannt.

Restsättigung

Der Sättigungsgehalt eines Filterkuchens, an dem keine weitere Entfeuchtung, außer Verdampfung, mehr möglich ist. Die Restsättigung wird am Besten experimentell bestimmt, da Berechnungen oft zu ungenau sind.

Rheologie

Das Studium von Flüssigkeiten und Verformungseigenschaften von Materie, wie Elastizität, Plastizität und Viskosität, unter dem Einfluss einer Kraft. Siehe Newtonische Flüssigkeit, Nicht-Newtonische Flüssigkeit

Rück-mitreißen

Ein Vorgang, bei dem bereits abgesetzte Partikel wieder mit in den Fluss gerissen werden, z.B. durch plötzliche Änderungen der Fliessgeschwindigkeit oder durch Vibrationen.

Rückspülen

Ein periodischer Reinigungsprozess, durchgeführt indem man die Flussrichtung durch das Filtermedium umkehrt.

Rückspülen

Siehe Luftrückspülung

Rückwaschprozess

Eine Reinigungs- oder Regenerationsmethode für Filtermedien, indem man eine Waschflüssigkeit entgegen der Filterrichtung durch das Medium zwingt. Bei genügend hoher Fließgeschwindigkeit kann ein evtl. vorhandenes Filterbett verflüssigt werden.

S

Schaber

Die häufigste Methode der Kuchenabgabe bei Rotationstrommelfiltern. Der Schaber wird nahe ans Medium montiert und lässt einen Rückstand des Kuchens auf dem Gewebe zurück, um Kontaktschäden zu vermeiden. Abschaben kann durch Rückspülen unterstützt werden, wenn der Kuchen nicht dick genug ist, um durch sein eigenes Gewicht abzufallen.

Schmutzaufnahmefähigkeit

Die Menge an Schmutzstoffen, gemessen in Gramm, die ein Filter aufnehmen kann, bevor der erlaubte Druckverlust erreicht wird. Dieser Fachbegriff bezieht sich hauptsächlich auf Tiefenfilter.

Schusszahl

Wird bei gewebten Filtermedien benutzt, um die Anzahl an Schussdrähten pro Längeneinheit anzugeben.

Sieb

Ein Gerät, das Maschen in rechtwinkliger Anordnung von gleichförmiger Form und Größe enthält.In der Papierindustrie wird es als Synonym für ein Transportband benutzt.

Sieböffnung

Die Mindestweite der quadratischen Maschen eines Siebes.

Spannungsrisskorrosion

A form of corrosion that appears in chloride or halide environments when the metal is subjected to tensile stresses. High nickel contents promote this kind of corrosion.

Spiralband

Eine Gewebekonstruktion, bei der Spiralen aus Monofilament durch eine Serie von geraden Monofilamenten verknüpft werden. Filter- oder Transportbänder mit dieser Konstruktion benötigen keine Nahtstelle, was eine traditionelle Schwachstelle vermeidet.

Standardblockierungsfiltration

A blocking mechanism in liquid filtration where it is assumed that particles stick to the walls of the pores, leading to decreased flow and increased pressure drop. This will either lead to total blockage of the filter medium or a breakthrough which will contaminate the filtrate. Standard blocking filtration is favoured by low concentration of particles in the feed.

StreichmesserSchabmesser

Ein einstellbares Bauteil zum Entfernen des Filterkuchens, z.B. von einem Rotationstrommelfilter.(Siehe Schaber)

Strömungssimulation (CFD)

Normalerweise rechnergestütze Berechnungen, um Probleme der Strömungsmechanik über komplexe Geometrien zu lösen.

Stützgewebe

Ein stabiles grobes Gewebe, das direkt über ein Filtermedium platziert wird, um diese zu schützen oder für bessere Fließbedingungen zu sorgen.

T

Tex System

Metric system of units describing the linear densitiy of a fibre.1 tex = weight in gramms of 1000 m of fibre1 decitex (dtex) = weight in gramms of 10000 m of fibre

Tiefenfilter

Eine Filtereinheit, die normalerweise ein relativ dickes Filtermedium einsetzt. Partikel, die durch dieses Filtermedium fließen, werden innerhalb des Medium durch verschiedenen Fangmechanismen gefangen. Wenn der Druckverlust hoch genug ist, wird das Filtermedium durch Rückspülung gereinigt.

Tote Zone

Stellen im und um das Filtermedium, an dem keine Filterung stattfindet.

Totvolumen

Hohlraumvolumen, das nicht von fließender Flüssigkeit genutzt wird.

Treibende Kraft

Die Kraft, die nötig ist, um zu einem Fluss durch ein Filtermedium zu führen. Normalerweise Ã?berdruck von oben oder ein Vakuum unterhalb des Filters. Es können aber auch exotische Kräfte sein, wie Konzentrationsgradienten.

U

UHEPAULPA

siehe HEPA

V

Verblinden

Verblinden, auch Verstopfen genannt, ist ein Prozess, bei dem Partikel die Poren eines Filtermediums verstopfen, die auch durch einen Reinigungsprozess nicht wieder entfernt werden können. Das führt zu einem steigenden Druckverlust und schließlich zu einem zu hohen Widerstand für einen effektiven Prozess.

Verblockungsmechanismen

Veranschaulichung, wie ein Partikel eine Pore eines Filtermedium blockieren kann. Siehe auch Vollständige Verblockung, Standardblockierungsfiltration, Brückenbildung, Zwischenblockungsfiltration.

Verbundsfiltermedium

Ein Filtermedium, das aus mehr als einem Material und/oder Schicht besteht.

Vollständige Verblockung

Ein Verblockungsmechanismus bei dem Partikel die Pore auf der Oberfläche des Mediums, die sie zuerst erreichen, blockieren. Die Durchflussrate sinkt, bis kein Fluss mehr möglich ist. Niedrige/mittlere Konzentrationen in der Einspeisung begünstigen diesen Mechanismus.

Z

Zwei-Komponenten Faser

Eine Faser, die aus zwei unterschiedlichen Polymeren hergestellt wird. Diese können in eine einzelne Faser extrudiert werden. Die häufigste Form ist ein Kern mit einem Mantel aus einem anderen Material.

Zwischenblockungsfiltration

Ein Verblockungsmechanismus, bei dem Partikel eine Pore an der Oberfläche eines Filtermediums blockieren. Nachfolgende Partikel können sich auf schon verblockte Partikel absetzen. Nicht jedes Partikel verblockt eine Pore, aber es gibt eine Wahrscheinlichkeit dafür.

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