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Praxisberichte

Die hohe Kunst der Multi-Komponenten-Vliese

Mondi Ascania startet mit innovativem Ablageband durch

Die Entwicklung von Vliesstoff für Hygiene- und Medizinprodukte ist ein herausforderndes Geschäft. Immer weniger Flächengewicht bei immer mehr Funktionen und Komfort muss mit maximaler Kosteneffizienz und Aspekten der Nachhaltigkeit in Einklang gebracht werden. Die Mondi Ascania beantwortet diese Anforderungen mit maßgeschneiderten Multi-Komponenten-Vliesen und innovativen Herstellungsverfahren. Durch ständige Investitionen in modernste Anlagentechnik sichert das Unternehmen mit Sitz in Aschersleben sein hohes Qualitätsniveau. Eine der jüngsten Anschaffungen ist das neuartige Ablageband vom Typ CONDUCTIVE® 7690 der GKD – GEBR. KUFFERATH AG für die SPC-Anlage. Durch den hohen Mitnahmeeffekt im Ablagebereich konnte die Produktion – ohne den bei herkömmlichen Bändern üblichen Stillstand zur Präparation und anschließenden Anfahr-Ausschuss – unmittelbar nach dem Bandwechsel wieder aufgenommen werden. Gepaart mit einem deutlich besseren Reinigungsverhalten erhöht das GKD-Ablageband die Effizienz des anspruchsvollen Gesamtprozesses.

Zeit bedeutet in der Vliesstoffherstellung Geld. Immer kürzeren Produkt- und Entwicklungszyklen stehen wachsende Märkte in den Bereichen Hygiene und Medizin gegenüber. Als ein führender Hersteller von Spezialvliesstoffen für Hygiene, Medical, Reinigung, Kosmetik sowie Spezialanwendungen im industriellen Bereich setzt Mondi Ascania mit neuen Produktkonzepten regelmäßig Maßstäbe. Insbesondere für Säuglings- und Kleinkinderpflege, Damenhygiene, Inkontinenz- sowie diverse Medizin- und Hygienereinigungsprodukte sind die hochleistungsfähigen Vliesmaterialien stark gefragt. Durch ihre anforderungsspezifische Auslegung erfüllen die textilen Flächengebilde aus vielfältigen Materialien extrem komplexe Anforderungen an Flüssigkeits-Management, Haptik, Optik, Elastizität und Reißfestigkeit. „In den europäischen Märkten ist das Wachstum insbesondere bei Inkontinenzprodukten für Erwachsene sehr hoch“, erläutert Ueli Steiner, Geschäftsführer von Mondi Ascania. Er ergänzt: „Auch im medizinischen Bereich steigt hier die Nachfrage nach Einwegprodukten wie Desinfektionstüchern und anderen medizinischen Abdeckungen deutlich.“ Allerdings sind auch für sein Unternehmen die klassischen Wachstumsmärkte Asien, Afrika und Lateinamerika von großer Bedeutung. Durch die Zugehörigkeit zur international aufgestellten Mondi-Gruppe ist man hierfür mit einem globalen Netzwerk bestens gewappnet. So zählen zu den Kunden des vor rund 20 Jahren in Aschersleben in Sachsen-Anhalt gegründeten Unternehmens zahlreiche weltweit agierende Player ebenso wie auf Nischenprodukte spezialisierte Familienunternehmen.

Maßgeblichen Anteil an dem Erfolg der Multi-Komponenten-Vliese hat auch die vertikal integrierte Produktion von PP-Stapelfasern, wodurch Mondi Ascania die Fasern mit den jeweils gewünschten Eigenschaften entwickeln und zusammen mit diversen anderen Fasern verarbeiten kann. Auf der SPC-Anlage (Spunlaid-Pulp-Carded) werden durch die Kombination der Verfahren aus Polymeren, Zellstoff und Fasern anspruchsvolle Multi-Composite-Materialien gefertigt. Eine Besonderheit der Anlage ist der sehr hohe Anteil an eingebrachten erneuerbaren Materialien. Anders als bei herkömmlichen Spunlaced-Produkten setzt Mondi Ascania direkt Zellstoff anstelle von Viskose als absorbierendes Material ein. Die in mehreren Schritten aufbereiteten Materialien werden über Wasserstrahlverfestigung hochgradig verfestigt und auf Wunsch kundenindividuell geprägt. Je nach Anwendung erfolgt eine Prägung nach Kundenwunsch auch per Thermokalandrierung. Die Konfektionierung in auftragsgemäße Rollengrößen oder bei dickerem Material auch zu Spulen markiert den letzten Schritt.

Virtuoses Miteinander
Die enorme Komplexität der Faktoren – Art und Zusammenwirken der eingesetzten Materialien, Vielfalt der Technologien und Variabilität der Möglichkeiten – ist bei der SPC-Anlage der Schlüssel zum Erfolg. „Die Kunst ist das Zusammenspiel der Komponenten, Einstellungen und Verfahren“, sagt Mark Lampe, verantwortlicher Produktionsleiter der SPC-Linie. Hohe Prozesssicherheit und Anlagenverfügbarkeit sind deshalb zwingende Voraussetzung zur Erreichung der geforderten Produktionseffizienz und Produktqualität. Eine zentrale Anforderung von Mondi Ascania war deshalb ein Ablageband, das beim Bandwechsel sofort in voller Produktionsgeschwindigkeit läuft. Bei den glatten Oberflächen konventioneller Bänder kam es bei der Ablage der Filamente zunächst stets zu Fehlstellen im Vlies. Deshalb musste die Kontaktfläche dieser Bänder vor Inbetriebnahme nach dem Aufziehen aufwendig per Hand mechanisch angeschliffen werden. Rund zwölf Stunden dauerte es, bis die Bänder produktionsfertig bearbeitet waren. Und auch dann dauerte es, bis sie optimal eingelaufen waren, noch einige Zeit. „Das sind Kosten, die empfindlich zu Buche schlagen“, weiß Geschäftsführer Ueli Steiner. Mark Lampe ergänzt: „Das Band ist in den ersten Produktionsschritt eingebunden. Jeder Fehler, der hier entsteht, baut sich im weiteren Prozess auf.“ Die Bandstruktur beeinflusst sehr stark die Gleichmäßigkeit der Vliesverteilung und damit auch die Gesamtoptik des Produktes. Unregelmäßigkeiten oder Dünnstellen in einer Lage des Materials verhindern, dass Kundenvorgaben wie Reißkraft oder Luftdurchlässigkeit erreicht werden. „Unsere Kunden stellen sehr hohe Anforderungen an die Produktspezifikationen“, sagt Ueli Steiner. „Jeder Teil der Anlage trägt entscheidend dazu bei, dass diese Spezifikationen innerhalb sehr enger Toleranzen durchgängig erfüllt werden.“

„Einzigartig am Markt“
Schon lange suchte Mondi Ascania deshalb nach einem Band, das vom Start an volle Leistung bringt. So kam man zur INDEX 2014  auch mit GKD ins Gespräch, einem Unternehmen, das man als profilierten Experten und Hersteller von Prozessbändern für die Vliesfertigung kannte. Einige Monate später stellten die Dürener Gewebespezialisten das neuartige Ablageband CONDUCTIVE 7690 in Aschersleben vor. Im engen Austausch mit Mondi Ascania wurde es auf die komplexe Anwendung maßgeschneidert ausgelegt. „GKD hat sich sehr viel Mühe gegeben. Man wollte uns nicht nur einfach ein Band verkaufen, sondern uns wirklich überzeugen. Das machen längst nicht alle Hersteller so“, erinnert sich Ueli Steiner. Sechs Monate nach Auftragserteilung an GKD wurde das 30,5 Meter lange und 4,5 Meter breite, umlaufende Band eingebaut. Seine neuartige Konstruktion verleiht ihm seinen besonderen Grip. Die dadurch deutlich rauere Bandstruktur in Umlaufrichtung sorgt für einen hohen Mitnahmeeffekt im Ablagebereich bei gleichzeitig optimaler Vliesabnahme, wie Mark Lampe bestätigt. „Der Anfangsprozess hat uns gleich vollauf begeistert“, sagt er. „Das Anfahrverhalten der bis dato eingebauten Bänder war meistens schwierig. Das GKD-Band hingegen wurde angefahren und lief direkt.“ Nach einem kurzen sogenannten Desastercheck – das Band wurde vorsichtig angefahren und kurzzeitig ein bisschen Material eingerollt, bis man es zur nächsten Anlage weitergeben konnte – wurde die Anlage auf Produktionsgeschwindigkeit hochgedreht. „Damit ist das GKD-Band nach unseren Erfahrungen einzigartig“, lobt der Produktionsleiter. Seit der Inbetriebnahme konnte Mondi Ascania auf der SPC-Linie störfrei produzieren und das Band nonstop fahren. Auch die Vliesabnahme erfolgt reibungslos. Besser als bei den zuvor eingesetzten Bändern ist nach der Rückmeldung aus den Schichten auch das Reinigungsverhalten des GKD-Bandes. Spucker lassen sich spürbar schneller und leichter entfernen. „Einzige offene Frage ist jetzt noch die Lebensdauer des Bandes“, sagt Mark Lampe. In der Produktion ist das Ablageband durch Hitze, Spannung und mechanische Einwirkungen starken Belastungen ausgesetzt, die einen regelmäßigen Bandwechsel erfordern. Aber auch hier ist man bei Mondi Ascania zuversichtlich. „Bis jetzt sind wir von der Zusammenarbeit sehr positiv angetan“, fasst Ueli Steiner die Eindrücke zusammen. Aufgrund dieser Erfahrungen ist man nun auch zu einem Filter für die Polymerfiltration im Gespräch mit GKD.

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